Die Sache mit den Medien und den Montagdemos…

Ja es gibt wieder Montagdemos und ja in den Medien erfährt man nichts dazu. Was jetzt allerdings nicht ganz korrekt ist, den seit Dienstag letzter Woche ist schon ein Sturm der Entrüstung im Internet zu lesen und das ist ja bekanntlich auch ein Medium. Für mich ist das ganze noch nicht ganz verständlich und durchsichtig. Montagsdemos sind, so zumindest ausgerufen, Friedens-Demonstrationen, was an sich grundsätzlich nicht verkehrt ist. Betrachtet man die aktuelle Entwicklung in der Ukraine und das aggressive Verhalten des Westens und der USA scheint ein Aufruf zum Frieden im Moment absolut richtig. Was mir auch immer wieder auffällt ist die einseitige Berichterstattung unserer öffentlich rechtlichen Sendeanstalten. Um es ganz einfach zu sagen: der Westen – die Guten, Russland – der Böse. Nur kann ich dem ganzen so einfach keinen Glauben schenken und mir ist das ganze ehrlich auch zu schwarz/weiß. Hatte die NATO nicht mit der Wende Russland zugesichert keine weitere Osterweiterung vorzunehmen? Wo liegen den aktuell die NATO Grenzen? Wer beliefert nach wie vor die Ukraine mit Gas zu subventionierten Preisen? Waren die Proteste in der Ukraine nicht zeitgleich mit Olympiade in Sootchi?

Auf Grund der angespannten Lage frage ich mich, was gibt es für einen Grund nicht über die zahlreichen Monatags-Friedens-Demonstrationen zu berichten? Betrachtet man die Nachberichterstattung werden die Demonstrationen ins rechte Lager geschoben, nur war es in der Geschichte nicht schon immer so, das wenn der Mopp auf die Straße ging alle extreme versucht haben, das für sich nutzbar zu machen. Ist man jetzt automatisch rechts wenn man für Frieden ist? Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, das dies so sein soll. Und wäre dem so, wäre es nicht die Aufgabe unserer Medien darüber aufzuklären wer und was sich hinter dem Deckmantel des Friedens versteckt? Nun ist ja bald wieder Montag, mal sehen wie sich die Sache entwickelt.